Die Insolvenzen der Progin AG, der ETF AG fßr den Teil ihrer Aktivitäten, der nicht von der Burkhalter-Gruppe ßbernommen wurde, sowie die Schwierigkeiten der Liebherr-Gruppe zeigen eine alarmierende Situation fßr viele Freiburger Unternehmen auf. Diese wenigen Beispiele beunruhigen die GLP zutiefst, da sie sich um den Zustand der wirtschaftlichen Gesundheit des Kantons Freiburg sorgt. Die Lage ist angespannt und es ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, KMU-Chefs zu treffen, die erklären, auf ihren Lohn verzichten zu mßssen. Die jßngste Umfrage der
HIKF bestätigt im Ăbrigen diese Besorgnis angesichts einer ungewissen Zukunft fĂźr viele Unternehmen.
Die GLP bekennt sich zwar zum Wirtschaftsliberalismus, verfällt aber nicht in Dogmatismus. Es liegt in der Verantwortung des Kantons, die Unternehmen zu unterstßtzen, insbesondere jene, die vorßbergehend mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Aus diesem Grund hat der GLP-Grossrat Daniel Savary am 9. Januar eine Motion eingereicht, in der er den Staat Freiburg dazu auffordert, durch die Schaffung eines Unterstßtzungsfonds, der die Widerstandsfähigkeit des Privatsektors sicherstellen soll, rasch in seine eigenen KMU zu investieren.
Diese Vorstellung orientiert sich an dem Mechanismus, der 2015 vom Kanton Waadt eingefßhrt und kßrzlich im Dezember 2024 aktualisiert wurde (siehe Anhang). Eine gezielte und zeitlich begrenzte staatliche Unterstßtzung fßr KMU muss in Betracht gezogen werden, um Arbeitsplätze zu retten und langfristig Wohlstand zu schaffen. In einem zweiten Schritt wird sich die GLP fßr eine Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie fßr eine Vereinfachung der administrativen Schritte fßr die Freiburger Unternehmen einsetzen. Ein Wirtschaftsgefßge will gepflegt werden. Die GLP hofft, dass der Staatsrat dies nicht vergisst.