Politik

UMWELT

Mut zur Lösung für die Umwelt

Im Bereich der Umwelt identifiziert die GLP des Kantons Freiburg fünf prioritäre Bereiche (siehe unten), für die sie einen positiven und anreizorientierten Ansatz vorschlägt, der auf dem erreichten und zukünftigen technologischen
Fortschritt beruht, anstatt einen restriktiven Ansatz der Abnahme zu verfolgen.

Energie

Die Energiepolitik stellt für die GLP des Kantons Freiburg eine Priorität dar. Denn Energie wird ganz allgemein für fast alle unsere Aktivitäten benötigt, sei es zum Wohnen, zur Fortbewegung, zum Arbeiten, zur Herstellung von Gütern, zur Erbringung von Dienstleistungen, zur Erfüllung von Aufgaben im öffentlichen Interesse oder ganz einfach zur Unterhaltung. Energie ist nicht nur aufgrund ihres breiten Nutzungsspektrums wichtig, sondern auch aufgrund der Menge, die verbraucht wird. Sie stellt somit einen wichtigen Hebel für den Umweltschutz dar. Darüber hinaus kann man nicht nur auf seinen Verbrauch Einfluss nehmen, sondern auch auf die Art und Weise, wie er erzeugt wird.

In diesem Rahmen vertritt die GLP die Prinzipien einer sauberen, lokal erzeugten und effizient genutzten Energie. Diese Prinzipien sind besonders wichtig angesichts des Klimawandels, dessen Folgen immer größer werden, aber auch wegen der steigenden Energiepreise in einem angespannten globalen geopolitischen Kontext.

Konkreter gesagt, unterstützt unsere Partei in Bezug auf die Energieproduktion jede administrative oder finanzielle staatliche Aktion zur Diversifizierung der erneuerbaren Energiequellen, sei es zum Beispiel, um in unserem Kanton die Flächen für Photovoltaikanlagen zu vergrössern oder Standorte für die Produktion von Windenergie vorzusehen, die transparent zu planen sind. Die Diversifizierung der Energiequellen wird dazu führen, dass sie sich ergänzen und zur Unabhängigkeit beitragen. Unsere Partei unterstützt alle Massnahmen zur effizienten Nutzung von Energie oder, wo möglich, zur Reduktion des Energieverbrauchs.

Mobilität

Mobilität ist eines der Themen, für welche sich die GLP des Kantons Freiburg vorrangig einsetzt. Mobilität ist ein integraler Bestandteil des Lebens aller Menschen um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu tätigen, öffentliche oder private Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, Freizeitstätten zu erreichen, Familie und Freunde zu treffen etc. Die Mobilität hat jedoch erhebliche Auswirkungen, sei es auf den Energieverbrauch, den CO2 Ausstoss, die Luft- und Lärmbelastung, die Raumplanung und die Infrastruktur. Das Mobilitätsmanagement ist daher eine grosse Herausforderung, insbesondere im Kanton Freiburg.

Für die GLP des Kantons Freiburg muss der Schwerpunkt auf einem qualitativ hochwertigen öffentlichen Verkehrssystem liegen, sei es in Bezug auf das Netz oder die Taktung. Es ist wichtig, dass die öffentlichen Verkehrsmittel so viele Orte wie möglich mit ausreichender Frequenz bedienen können. Der Schwerpunkt sollte auf den am meisten frequentierten Orten liegen, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Öffentliche Verkehrsmittel müssen eine glaubwürdige Alternative zum Individualverkehr darstellen können, sei es in Bezug auf Kosten oder Reisedauer. 

Unsere Partei hält es auch für wichtig, alle Massnahmen zu ergreifen, die eine gute Verbindung zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln erleichtern. Dabei geht es zum Beispiel um die Gewährleistung eines reibungslosen Fahrplans zwischen den verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln, z.B. zwischen Regionalbussen und interregionalen Zügen. Die Verknüpfung von öffentlichem und privatem Verkehr sollte ebenfalls unterstützt werden, insbesondere durch die Entwicklung von P+R-Lösungen, um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für einen Teil der Strecke zu fördern, z. B. innerhalb von Ortschaften, die zu Spitzenzeiten überlastet sind.

Was schliesslich die individuelle Mobilität betrifft, sind wir der Ansicht, dass Fahrzeugen mit geringer Umweltbelastung Vorrang eingeräumt werden sollte. Dazu gehören in erster Linie Fahrräder, für die eine entsprechende Infrastruktur, sei es in Form von Verkehrswegen oder Parkplätzen, bereitgestellt werden muss. In einem pragmatischen Ansatz geht es auch darum, einen Übergang zu Fahrzeugen zu fördern, die sich ohne Verbrennungsmotor fortbewegen, insbesondere zu Elektroautos, und einen Ausbau des Netzes von Ladestationen vorzusehen.

Raumplanung und qualitativ hochwertige Bauten

Die GLP des Kantons Freiburg ist der Ansicht, dass Raumplanung und Bauwesen zusammen einen Schlüsselbereich für die nachhaltige Entwicklung darstellen. In der Tat benötigen fast alle unsere Aktivitäten direkt oder indirekt eine Infrastruktur mit Bodenfläche, sei es Wohnen, Gewerbe oder Industrie, öffentliche Dienste, Mobilität oder ganz einfach Freizeit. Unser Territorium ist jedoch begrenzt und die Bauten, die wir errichten, bleiben über viele Jahre bestehen. Die Art und Weise, wie wir das Land organisieren, indem wir festlegen, welche Aktivitäten an welchen Orten und unter welchen Bedingungen stattfinden sollen, sowie die Art und Weise, wie wir bauen, indem wir Materialien, Ausstattungen usw. auswählen, haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Umwelt, aber auch in Bezug auf den Schutz der Landschaft und des baulichen Erbes.

Unsere Partei hält es daher für wichtig, dass die Raumplanung einen optimalen und transparenten Rahmen erhält, um eine harmonische und ausgewogene Entwicklung zu gewährleisten, die alle Interessen berücksichtigt, sei es das Wohlergehen der Bevölkerung, die Dynamik der Wirtschaft oder der Schutz der Umwelt im weitesten Sinne. Um dies zu erreichen, unterstützen wir einen ganzheitlichen Ansatz und die Anwendung der Grundsätze der Verdichtung, der Durchmischung von Kernzonen, der Begegnungszonen, der Maßnahmen gegen Wärmeinseln, der Integration der Bedürfnisse für eine effiziente multimodale Mobilität und der Rücksichtnahme auf Naturgebiete.

Im Bereich der Bauten setzen wir uns für eine qualitativ hochwertige Stadtplanung mit Gebäuden ein, die sich in die Landschaft bzw. in die bestehende Bebauung einfügen. Darüber hinaus halten wir es für äußerst wichtig, dass die Gebäude, wo es vernünftigerweise möglich ist, mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden und dass die Gebäude so weit wie möglich begrünte Flächen enthalten. Wir möchten auch die Bemühungen um die Sanierung bestehender Gebäude fortsetzen und verstärken, um ihren Energieverbrauch zu senken. Schlussendlich sollen Renovierungen an bestehenden Gebäuden unterstützt werden, insbesondere wenn sie einen bedeutenden Wert für das architektonische Erbe ausweisen.

Landwirtschaft, Forstwirtschaft, natürliche Ressourcen und Biodiversität

Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen im Kanton Freiburg sind ausgedehnt. Die Art und Weise, wie sie bewirtschaftet werden, spielt eine wichtige Rolle für unsere Ernährung, unsere Wirtschaft und den Schutz der Umwelt. Die GLP des Kantons Freiburg setzt sich in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten für eine Bewirtschaftungsweise ein, die den Umweltschutz fördert, möglichst auf chemische Produkte verzichtet und Massnahmen zur Förderung der Biodiversität und zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen integriert. Unsere Partei unterstützt kurze Wege, die für lokale Erzeuger und Verbraucher günstig sind. Die soziale, landschaftliche und vor Naturgefahren schützende Rolle der land- und forstwirtschaftlichen Flächen muss ebenfalls berücksichtigt werden.

Abfallwirtschaft

Die Abfallbewirtschaftung muss sowohl unter dem Gesichtspunkt der Abfallproduktion als auch der Abfallentsorgung betrachtet werden. Die GLP des Kantons Freiburg erachtet es als wichtig, dass Massnahmen ergriffen werden, um die Abfallproduktion zu reduzieren, insbesondere durch die Verwendung von wiederverwendbaren Gegenständen oder den Verzicht auf oberflächliche Verpackungen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, einen Rahmen zu schaffen, der es erleichtert, Abfall zu trennen, zu recyceln und gegebenenfalls wiederzuverwerten.

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